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Vojta Therapie

Innerhalb der Vojta- Therpie werden die allen Menschen eigenen Reflexlokomotionen genutzt. Dies sind autonome Stell- und Bewe­gungsreaktionen des Körpers auf Reize. Sie laufen ohne willentlichen Einfluss des Betroffenen ab und aktivieren fest definierte und immer gleiche Bewegungsantworten.
Zu diesen zählen das Reflexkriechen und das Reflexumdrehen. Es kommt so zu einer koordinierten, rhythmischen Aktivierung der Skelettmuskulatur und Ansprache des zentralen Nervensystems.
So können alle motorischen Bewegungen, wie Greifen, Umdrehen, Krabbeln, Aufstehen und Gehen angesprochen und aktiviert werden.
Ziel der Therapie ist es:
– Das Gleichgewicht des Körpers bei Bewegungen (posturale Steue­rung) zu optimieren
– Die Aufrichtung des Körpers gegen die Schwerkraft zu ermöglichen
– Die zielgerichteten Greif- und Schrittbewegungen der Gliedmaßen (phasische Beweglichkeit) zu ermöglichen
Zusätzliche können vegetative und autonome Reaktionen des Körpers optimiert werden:
– Blickwendung (Okkulomotorik)
– Zungenbewegung, Kieferbewegungen (Orofaziale Motorik)
– Regulation von Darm- und Blasenfunktion
– Atmung
– Saugen und Schlucke
– Emotionale Ausgeglichenheit
Die regelmäßige Aktivierung der Teilmuster durch die Vojta- Therapie soll den Patienten in einen aktivierten Zustand versetzen, welcher über die Behandlung hinaus anhält und auch die Spontanbewegungen seines Alltags positiv beeinflussen soll.